Workshop Qualitätssicherung an Hochschulen

Inhaltliches Konzept

Die Hochschulreformen der letzten 15 Jahre haben dazu geführt, dass Hochschulen neue interne Steuerungsmechanismen entwickeln mussten. Das Ziel von Verfahren wie Zielvereinbarungen, Lehrveranstaltungsevaluationen und Qualitätsmanagementsystemen ist die Etablierung systematischer Entscheidungswege im Hochschulmanagement. Innerhalb der Hochschulen wurden neue Abteilungen und/oder Stabstellen gegründet, um in Abwesenheit ministerieller Kontrolle die Qualität von Studiengängen sicherzustellen. In Akkreditierungsverfahren muss die Existenz interner Qualitätsmanagementsysteme nachgewiesen werden. Das Feld des Qualitätsmanagements ist daher für Hochschulen von großer Wichtigkeit. Hochschulen brauchen hierfür kompetente Mitarbeiter.

Im Workshop „Qualitätssicherung an Hochschulen“ werden die zentralen Fragestellungen und Konzepte des Themas behandelt. Die Teilnehmer(innen) erhalten einen Überblick über Methoden und Instrumente der Qualitätssicherung an Bildungseinrichtungen. Je nach Wunsch wird ein Schwerpunkt gelegt auf Qualitätssicherung der Lehre auf Ebene des Faches (Lehrevaluationen, Rolle der Gremien in der Qualitätssicherung), der Hochschule (Qualitätsmanagementsysteme, Lehrberichte, leistungsorientierungsorienterte Mittelvergabe) oder der Ebene des Hochschulsystems mit den Qualitätssicherungsverfahren der Programm- und Systemakkreditierung.

Ziel des Workshops ist es, (angehende) Hochschulmanager(innen) mit den Prinzipien und Begriffen des Qualitätsmanagements in Bildungseinrichtungen vertraut zu machen und sie in die Lage zu versetzen, in diesem Feld kompetent zu agieren beziehen.

Zielgruppe: Personen, die im Hochschulmanagement tätig sind oder dies möchten.

Didaktisches Konzept

Die angebotenen Workshops sind praxis- und dialogorientiert, erfahrungsbasiert und partizipativ ausgerichtet. Sie vermitteln ein Verständnis für die Prinzipien von Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement und wenden diese anschließend im Rahmen von Fallstudien an. Dabei werden die Grundprinzipien der Qualitätssicherung (PDCA-Zyklus, kontinuierliche Verbesserung) auf verschiedene Bereiche der Hochschule (Lehre, Verwaltung, Forschung, Qualitätssicherung in Projekten) angewandt. Die Auswahl der Fallbeispiele, die alle der Hochschulpraxis entstammen, geschieht auf Grundlage einer im Vorfeld des Workshops durchgeführten Umfrage unter den angemeldeten Teilnehmer(innen) nach ihren Interessens- und Arbeitsschwerpunkten. Auf Wunsch können zudem auch reale Projekte der Teilnehmer(innen) bearbeitet werden.

In dem Grad, zu dem die Teilnehmerinnen bereits Erfahrung mit Qualitätssicherung und -management gesammelt haben, ist der gelenkte Erfahrungsaustausch wichtiger Bestandteil des Workshops.

Inhalte

1.    Warum Qualitätssicherung?

  • Historische Entwicklung von Qualitätssicherung
  • Gründe für die Entwicklung von Qualitätssicherung an Hochschulen

2.    Die Grundprinzipien der Qualitätssicherung

  • Der PDCA-Kreislauf
  • Kontinuierliche Verbesserung (KVP)
  • Die Prozesssicht auf Organisationen
  • Verschiedene Qualitätsmanagementkonzepte und ihre Vor- und Nachteile (Prozessorientierte QS, Evaluationsorientierte QS)
  • Modellierung von Prozessen

3.    Ansätze und Instrumente der Qualitätsentwicklung und -sicherung an Hochschulen

  • Die Ebene des Faches (Lehrevaluationen, Rolle der Gremien in der Qualitätssicherung)
  • Die Ebene der Hochschule (Qualitätsmanagementsysteme, Lehrberichte, leistungsorientierungsorienterte Mittelvergabe)
  • Programm- und Systemakkreditierung
  • Der Qualitätskreislauf und Akteure

4.    Qualitätsmanagementsysteme an Hochschulen

5.    Besonderheiten von Qualitätsmanagement an Hochschulen

  • Hochschulen als besondere Organisationen & laterale Führung
  • Gründe von Widerstand gegen Qualitätssicherung an Hochschulen
  • Strategien zur Einbindung und zum Umgang mit Widerstand

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